In den Frühling geboren!
12.03.2011



Hallo! Und herzlich Willkommen bei den Kunzes!
Lieber Lew Jonathan [ˈluː ˌjonataːn],
wir haben alle zusammen so lange auf Dich gewartet, und können es jetzt (fast) gar nicht recht fassen: Du bist da!
Auf die Schnelle deine Daten:
12. März 2011
4:04 Uhr
3140 Gramm
52 Zentimeter
Großer Hunger!
Und die ganze neue Welt für Dich…
Dein Papa

Guttenberg: Sie sind raus!
01.03.2011Mal sehen wie lange:
Minister der aktuellen Regierung haben ja nicht so eine hohe Lebenserwartung. Manchmal jedoch kommen sie wieder. Der Counter zählt Tage, Stunden, Minuten und Sekunden vom Rücktritt bis zur Wiederkehr vom Friedhof der Kuschelminister.
Am Anfang war ein Tom Tom
01.03.2011
Mit diesem Artikel starte ich eine Serie über den Eigenbau eines E-Drum Sets. Den Anfang mache ich mit ein paar Vorüberlegungen und der Materialbeschaffung. Am Ende des Artikels gibt es eine Linkliste, die zu Hilfreichen Informationen rund um das Thema führt.
Vorüberlegungen
Wie funktioniert eigentlich so ein elektronisches Schlagzeug? Zunächst einmal besteht es aus verschiedenen Komponenten, nämlich den Pads und dem Drumbrain, welches die Anschläge auf den Pads auswertet. Dazu kommen noch etliche Kabel und ein Rack zur Positionierung der Pads.
Bei den Pads gibt es unterschiedliche Typen, ich unterscheide in laute und leise(re), wobei ich mich auf die leiseren Pads beschränke. Alle Pads funktionieren jedoch nach dem selben Prinzip: sie haben ein oder mehrere piezoelektrische Elemente, welche die Anschläge wahr nehmen.
Als laute Pads bezeichne ich solche, die eine mehr oder weniger harte Gummi-Schlagfläche haben. Leise Pads hingegen sind mit einem Mesh-Head ausgestattet. Das ist ein dem originären Schlagzeugfell nachempfundenes Fell, das aus einem Gittergewebe besteht und für Akustiker einen ganz bescheidenen Klang hat, wenn überhaupt. Aber es kann etxrem leise gestaltet werden, selbst bei härterer Gangart.
Das Drumbrain ist die zentrale Schaltstelle eines elektrischen Schlagzeuges. Hier werden die Signale von den Pads entweder direkt in Töne umgewandelt, oder, wie in meinem Fall entsrechende Midi-Signale erzeugt.
Bei den Kabeln handelt es sich um gewöhnliche Klinkenkabel in stereo oder mono, je nach Pad. Das Rack werde ich meiner Tradition als gelernter Schreiner folgend aus Holz fertigen. Überhaupt wird relativ viel Holzarbeit ausgeführt werden, denn eines muss mein Set nicht: transportabel und leicht und schnell auf- und abbaubar sein.
Materialbeschaffung
Für die benötigten Materialien ist etwas Recherche durchaus angebracht, denn es gibt schier unzählige Kombinationsmöglichkeiten verschiedener Komponenten und Designs. Letzlich kommt es darauf an etwas zu finden, was zusammen funktioniert. Ich werde, um der Phantasie des Leseres nicht unnötig Grenzen zu setzen, keine Schritt-für-Schritt Anweisungen geben, sondern nur versuchen meinen Eigenen Gedanken zur Thematik Ausdruck zu verleihen.
Es ist durchaus sinnvoll sich in der Kette rückwärts zu bewegen, also zunächst das Drumbrain zu betrachten. Am Ende hängt davon ab, welche Pad-Bauart die sinnvollste ist, und was man mit dem gesammten Set Anfangen kann.
Ich habe mich, aus Gründen der Flexibilität, für ein Trigger IO der Firma Alesis entschieden, da ich zum einen sowieso schon einen Computer für meine Musik verwende. Zum anderen ist es das flexibelste Fertiggerät auf dem Markt, welches nicht auf eine spezielle Pad-Bauart angewiesen ist und sehr weit reichende Anpassungsmöglichkeiten bietet.
Alternativ kann man in der Entwicklungsphase auch einen pureData-Patch verwenden, um vorerst Geld zu sparen. Ich werde dieser Variante noch einen extra Atrikel widmen, denn sie bietet Eigenschaften, die ich noch bei keinem kommerziell oder im Eigenbau verfügbaren Drumbrain gesehen habe.
Für die Pads habe ich den „halbiertes-billig-Tom-Tom“-Ansatz gewählt. Man erhält so zu einem unschlagbaren Preis eine solide Basis für Trigger-Pads. Auf die akustischen Eigenschaften kommt es hier nämlich nicht an und mechanisch reicht es allemal, so lange man nicht Axt im Walde spielt, was einem selbst ein hochwertiges akustisches Schlagzeug übel nimmt.
Dann wären da noch ein paar Kleinteile, wie Buchsen, Stecker und Kabel. Allen voran natürlich die peizoelektrischen Elemente. Es hat sich gezeigt, dass es fast völlig egal ist welche Elemente man benutzt. Es kommt ausschliesslich auf die Größe des nackten Bauteils an. Je mehr Fläche (Durchmesser), desto empfindlicher ist es. Für das Alesis Trigger IO sind Elemente mit 27mm Durchmesser am besten geeignet. Die interne Dämpfung und die weiteren anpassbaren Parameter sorgen eigentlich fast immer für akzetable Ergebnisse.
Ein Wort zu den Buchsen. Wenn man Holzkessel verwendet, dann hat man in der Regel ein Problem mit der Wandstärke, in die die Buchsen einzusetzen sind. „Feld-, Wald- und Wiesen“ – Buchsen sind nämlich nur bis etwa 2mm verwendbar. Es gibt im Fachhandel zwar so genannte Zargenbuchsen für E-Gitarren, diese sind aber sehr teuer und fallen somit aus. Als eine gute Lösung haben sich Kupplungen mit geschlossenem Innengehäuse erwiesen. Die kann man dann problemlos direkt in den Kessel schrauben, „halbiertes-billig-Tom-Tom“ sei’s gedankt , anstatt in das Außengehäuse. Wichtig ist nur, dass die Buchse auch ohne ihr Außengehäuse funktioniert.
Bei den Tom Toms gibt es, was die Größe betrift, nicht viel Auswahl. Sie sollten im Durchmesser nicht zu klein sein, damit man sie noch trift. Ab einem Durchmesser von 12 Zoll wird es allerdings zunemhend schwieriger vernünftige Trigger-Eigenschaften einzustellen. Ich verwende deshalb durchgehend 10 Zoll Toms mit einer Tiefe von 9 Zoll. Daraus ergibt sich sicheres Triggern und ausreichend Bautiefe zur Unterbringung der Einbauten.
Damit will ich den ersten Teil dieser Serie beschließen und verweise auf die nun folgende Linkliste als Einstimmung auf die Fortsetzung.